Lasius flavus – Gelbe Ameise
Lasius flavus ist eine kleine, ruhige und interessante Ameisenart, die in weiten Teilen Europas, darunter den Niederlanden und Belgien, vorkommt. Diese Art fällt sofort durch ihre gelben bis gelblich-braunen Arbeiterinnen und ihre überwiegend unterirdische Lebensweise auf. In freier Natur findet man ihre Kolonien häufig in Graslandschaften, Wiesen, an Wegrändern und in Gärten, wo sie kunstvolle Nester im Boden bauen.
Arbeiterameisen der Art Lasius flavus kommen in freier Wildbahn seltener an die Oberfläche als viele andere Ameisenarten. Ein wesentlicher Teil ihrer Nahrung besteht aus Honigtau von Wurzelläusen, die unterirdisch an Pflanzenwurzeln leben. In Gefangenschaft nehmen sie auch gerne zuckerhaltige Flüssigkeiten und kleine Insekten an.
Aufgrund ihres ruhigen Wesens, ihrer Pflegeleichtigkeit und ihrer geringen Aggressivität eignet sich Lasius flavus gut für Anfänger in der Ameisenhaltung. Das Koloniewachstum ist langsam, insbesondere zu Beginn, aber eine etablierte Kolonie kann schließlich auf mehrere tausend Arbeiterameisen anwachsen.
Spezifikationen
Wissenschaftlicher Name: Lasius flavus
Niederländischer Name: Gelbe Wiesenameise
Vertriebsgebiet: Europa und Teile Westasiens
Farbe der Ameise: Gelb bis gelblich-braun; die Königin ist deutlich dunkler.
Schwierigkeitsgrad: 1 / 5
Queen-Größe: 7–9 mm,
Arbeitergröße: 2–4,5 mm
, Soldatengröße: Nicht verfügbar
Temperatur: 18 – 25 °C
Optimale Temperatur: 21 – 24 °C
Winterruhe: Ja, etwa von November bis Februar/März bei rund 5 – 10 °C
Wachstumsrate: Langsam bis durchschnittlich
Maximales Alter der Königin: ca. 15–20 Jahre.
Maximales Alter der Arbeiterbienen: ca. 1–2 Jahre.
Die Anzahl der Beschäftigten sollte auf mehrere Tausend
Unterfamilie: Formicinae
Gründung: Claustral: Die Königin kann die ersten Arbeiter aufziehen, ohne während der Gründungsphase gefüttert zu werden.
Koloniebildung: Üblicherweise monogyn: Kolonien können mehrere Königinnen enthalten.
Stromversorgung
In freier Wildbahn ernährt sich Lasius flavus hauptsächlich von Honigtau unterirdischer Wurzelläuse. In einem Formicarium lässt sich die Art problemlos mit einer Kombination aus Zucker und kleinen Proteinquellen füttern.
Nahrung: kleine Insekten wie Fruchtfliegen, Büffelwürmer, kleine Mehlwürmer, kleine Grillen und Stücke von Roten Knollenblätterpilzen.
Zucker: zum Beispiel Zuckerwasser, Honigwasser, Nektar und andere geeignete Nektarnahrungsmittel.
Für die Entwicklung der Larven ist es wichtig, regelmäßig kleine Insekten als Proteinquelle anzubieten.
Pflege
Lasius flavus bevorzugt ein leicht bis mäßig feuchtes Nest. Da diese Art natürlicherweise hauptsächlich unterirdisch lebt, fühlt sie sich in einem relativ geschützten Nest mit einem ausreichenden Feuchtigkeitsgradienten wohl.
Die Art lässt sich sehr gut in einem kleinen Formicarium halten. Da die Arbeiterinnen klein sind, ist ein guter Fluchtschutz wichtig.
Wie viele Arbeiterinnen kommen in ein Nest? Ungefähr 30 – 50 Arbeiterinnen
Empfohlene Nesttypen:
Ytong-Nest, Gipsnest, 3D-Nest, Acrylnest oder Sand-/Lehmnest
Lasius flavus ist in der Arena in der Regel weniger sichtbar als beispielsweise Ameisenarten der Gattungen Formica oder Pheidole. Gerade sein ruhiges, natürliches Nistverhalten macht diese Art interessant für Liebhaber, die die Entwicklung einer unterirdischen Kolonie verfolgen möchten.
✅ Warum Lasius flavus wählen?
• Auffällige gelbe Arbeiterinnen
• Heimische europäische Ameisenart
• Ruhig und relativ pflegeleicht
• Sehr gut geeignet für Anfänger
• Interessante, überwiegend unterirdische Lebensweise
• Kann bei artgerechter Haltung jahrelang gehalten werden


